Lebensort Vielfalt am Südkreuz

Tempelhofer Weg, Gotenstraße, 10829 Berlin
Bauherr: Psychosoziales Zentrum für Schwule e.V.
Planung 2019-20
Baubeginn 2020
roedig . schop architekten

In der Schöneberger Linse unweit des Bahnhofs Südkreuz zwischen Tempelhofer Weg, Gotenstraße, Sachsendamm und Hedwig-Dohm-Straße entsteht auf einer Fläche von ca. 4.100 m² ein neues, gemischt genutztes Wohnquartier. Die Blockrandbebauung umschließt entsprechend des B-Plans einen innenliegenden Gemeinschaftsgarten, der von allen anliegenden Gebäuden zugänglich ist und genutzt werden kann.

Der L-förmige Baukörper, den die Schwulenberatung als Bauherr realisiert, grenzt direkt an den Stadtplatz an der Ecke Tempelhofer Weg und Gotenstraße. Er besteht aus sechs Vollgeschossen, einem Staffelgeschoss und einem Untergeschoss.

Das Konzept des Gebäudes sieht eine vielfältige Nutzung vor. Im EG wird ein öffentlicher Bereich, mit einem Kiezraum, einer Gastronomie, einer Beschäftigungstagesstätte sowie einer Kindertagesstätte für 45 Kinder mit Freifläche und dem Empfangsbereich der Schwulenberatung Berlin entstehen. Im 1. OG sind Büro- und Beratungsräume der Schwulenberatung angeordnet.

Die darüber liegenden Geschosse sind den 69 barrierefreien Wohnungen, mit einem Mix aus geförderten und frei finanzierten 1-5 Zimmer-Wohnungen, einer Krisen-WG für drei Personen, einer Pflegewohneinheit für bis zu acht Personen, Wohngemeinschaften  und drei rollstuhlgerechten Wohnungen vorbehalten. Alle Wohnungen haben private Außenbereiche, die auf der Straßenseite aus Lärmschutzgründen verglast werden.

Für die Büroräume im 1. OG steht die Terrasse auf dem Dach der Kita zur Verfügung. Im Untergeschoss sind eine Gastro-Küche, eine Waschküche, Abstellräume für die Wohnungen, zwei Fahrradräume und die Haustechnikräume geplant.

Neben der repräsentativen Treppe im doppelgeschossigen Foyer der Schwulenberatung, wird das Gebäude über zwei Eingänge und zwei Treppenhauskerne erschlossen. Die Treppenhäuser liegen an den Fassaden des Gebäudes. Die Mittelflurerschließung ermöglicht kleine Wohneinheiten und bildet den ersten und zweiten gebauten Rettungsweg. Alle Erschließungs-, Nutzflächen und Wohnungen des Gebäudes sind barrierefrei erschlossen.